< > 1 2 3 4 5 6

Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg

Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg

Im behutsamen Umgang mit dem Bestand ist das Ziel des Entwurfes, einen angemessenen Abstand zu den bestehenden Gebäuden zu wahren und Sichtverbindungen zu diesen zu schaffen. Wesentliche Aspekte sind Wege- und Blickbeziehungen, die Interaktionen und Kommunikation hervorrufen. Die zugewachsenen Grünflächen werden reaktiviert, indem die Freiräume durch die Positionierung von zwei Baukörpern zoniert werden. Das gesamte Campusgelände wird durch eine neue Wegeführung strukturiert.
Die bislang ausgelagerten Fachgebiete werden in einem länglichen Baukörper untergebracht. Das Volumen hält sowohl zur Strasse als auch zum Bestand eine ausgewogene Distanz, so dass sich zwei Freiräume ergeben. Den Gebäuden von Sep Ruf garantiert der vorgeschlagene Abstand den Bezug zum umfliessenden Grün.
Der Abstand zur Strasse berücksichtigt die Einbettung des Gesamtensembels in die Natur sowie die besondere Lage der Aula. In Ergänzung der beiden bestehenden Eingänge wird ein weiterer Zugang auf das Gelände geschaffen. Der Malsaal und das Cafe werden in zentraler Lage auf dem Campus näher zur Strasse positioniert.
Der Malsaal erhält ein grosses Oberlicht als freitragende Dachkonstruktion, die für eine gleichmässige Belichtung des Innenraumes transluszent abgehängt wird. Das Cafe nimmt die umfliessende Erschliessung auf und tritt an der Strassenseite in einen Dialog mit der Öffentlichkeit, indem an den Wandflächen der Pufferzone Arbeiten präsentiert werden können.
Der Malsaal kann für besondere Veranstaltungen als Ausstellungsfläche genutzt werden. Das Cafe weitet sich nach Osten mit einer Aussenterrasse in den Aussenraum.

Beurteilung des Preisgerichts:
Der Bestand wird mit zwei überraschend einfach positionierten Baukörpern ergänzt. Der Freiraum wird hierdurch überzeugend zoniert, auch die eventuelle Erweiterung wirkt selbstverständlich. Der Zugang von der Bingstraße findet im Bestand eine logische Entsprechung und kann an dieser Stelle als Entree zur Akademie dienen. Der Erhalt der wichtigsten Bäume ist ohne weiteres möglich und die Gebäude präsentieren sich als Pavillons im Grünen.

Wettbewerb 07/2009
 
Grundfläche 1.836 m²
Höhe 5,25-11,8 m
BGF 4.148 m²
Geschosse 1-3 Geschosse, UG